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2009 Februar
Lukubrator

Archiv für Februar 2009

Namenssuche für Christi Himmelfahrt

von am 25.02.2009 um 20:43 unter Allgemein

Mein liebstes reaktionäres Onlinemagazin schreibt sich momentan richtig schön warm gegen die Evolutionsgegner. Ist ja sonst nichts los. DAX, Landesbanken und Flugzeuge fallen irgendwo runter – kennen wir ja. Aber hier ist mal was wirklich neues: 

Konfessionsloser Feiertag: Stiftung fordert Tag der Evolution statt Christi Himmelfahrt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft.

Zusammenfassung: Eine dubiouse atheistische Stiftung will den katholischen Feiertag “Christi Himmelfahrt” in “Evolutionstag” umbennnen lassen. Begründung dazu ist etwas wage: Es gibt nur noch so wenig Katholiken und dass die einen eigenen Feiertag haben ist voll unfair.

Nun, ich glaube das wie der Tag heißt und für was und für wen der eigentlich ist juckt niemanden. Hauptsache frei. Von mir aus könnten wir alles mögliche feiern, Hauptsache ich habe frei und die Privatsender schaffen wie zu Ostern ordentliche TV-Premieren ran. Oder noch wir feiern besser diverse Fruchtbarkeitsfeste. Wir feiern ja auch Tag der Deutschen Einheit (Hinweis für Westdeutsche: Flagge nicht auf Halbmast setzen).
Wenn es sein muss geht auch arbeitsfrei für Feiertage von Religionen die ihren Änhängern das Essen von McRibs verbieten, aber für mich dann bitte doch mit Saufen.

Achso, Saufen. Christi Himmelfahrt nennen wir hier auch Vatertag. Bollerwagen und Alkohol, ihr wisst schon. Und da es viel mehr saufende Männer und Väter in Deutschland gibt als Änhänger von Religion X wäre ich dafür den zweiten Donnerstag vor Pfingsten “Vatertag” zu nennen.

Wie soll Christi Himmelfahrt umbenannt werden?

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Kreationisten in Dortmund

von am 23.02.2009 um 22:00 unter Meinung

Eigentlich wollte ich hier nie wirklich viel über religiöse Themen schreiben. Den letzten Artikel zu Kreationisten habe ich nur gemacht, weil ich die Umfragefunktion von WordPress so geil fand. 

Ich dachte das ganze Problem mit den ungläubigen Gläubigen war eine Sache irgendwo im Bible Belt der USA abspielt. Hier im aufgeklärten, weisen und über gewisse Themen erhabenen Alten Europa, in einer der fortschrittlichsten Hochkulturen in der Geschichte der Menschheit stellt doch niemand mehr Wissenschaft vor Religion. Hier kann man einen Vortrag über evolutionäre Algorithmen in der Informatik halten ohne vorher einen Disclaimer abgeben zu müssen dass Evolution nur ein theoretisches Konstrukt ohne Bezug zur Wahrheit ist.

Ich dachte, und da war der Fehler. Am Freitag fand ich diesen Artikel auf Spiegel Online:

Künftige Bio-Lehrer: “Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL.

Kurze Zusammenfassung: 15% der Dortmunder Lehramtsstudenten für Biologie bevorzugen die biblische Genesis gegenüber der Evolutionstheorie. Hier, direkt an meiner Uni! Mitten im Pott!

Nachdem ich jetzt in diesem Krieg der Wahrheiten an vorderster Front gelandet bin stellen sich mir sofort zwei Fragen:

  1. Dortmund hat eine Fakultät für Biologie?
  2. Was ist nur mit den Lehramtsstudenten los?

Nummer 1 lässt sich noch relativ schnell beantworten, es gibt einen Außenposten der Biologen irgendwo in der obersten Etage im Chemiegebäude Campus Nord.

Nummer 2 ist schon schwieriger. Was man den Leuten erstmal zu gute halten muss ist, dass sie sich von den BWL-Studenten unterscheiden. Im Gegensatz zu den meisten BWLern haben die Kreationisten wenigstens eine Überzeugung. Man muss sie nur nicht mögen.

Ansonsten bin ich erstmal sprachlos, die Defizite der Lehramtsstudenten gibt Prof. Graf ja im Artikel an. Um mir selbst ein Bild davon zu machen werde ich mich in zwei Wochen zu einer ganztätigen Veranstaltung in die gegnerische Basis, sprich Gebäude EF50 der TU Dortmund, aufmachen. Das ist ja bekanntermaßen voller Lehramtsstudentinnen. Und mit denen diskutiere ich bestimmt gerne.

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This is what a Criminal looks like…

von am 19.02.2009 um 21:13 unter Phun

Das Bild von Herrn Verfassungsminister ist natürlich auch schon drauf.

viaPirate Bay Support-Site: This is what a Criminal looks like… (UPDATE) | Nerdcore.

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Die Staatsbeteiligung bei Opel

von am 18.02.2009 um 23:22 unter Meinung

Nun ist es soweit: General Motors steckt tief in der Klemme und mit ihnen Opel. 

Nun muss ich sahen dass ich eigentlich garkein Opel-Fan bin. Als ich anfangen habe für Autos zu interessieren (so Mitte der Neunziger) gab es bei Opel nur Rotz und Rost zu kaufen. Man erinnere sich nur an Traumwagen wie dem Kadett E bzw. Astra A und Vectra A. Schlimme Karren mit emotionslosen Design, gammelnden Radläufen und einen fünfstelligen Kilometerzähler der schon mal ein wichtiger Hinweis auf die Langzeitqualität war. GM ließ Opel von solch fähigen Leuten wie Lopez verwalten, der dann später auch bei VW viel Schaden anrichtete.
Diese Prägung hat sich bei mir persönlich lange gehalten, so ungefähr bis zum Astra C und Vectra C. Hier hat Opel endlich was nettes auf die Beine gestellt, und sie haben es auch aus eigener Kraft gemacht. Und hätte ich nicht schon etwas Fahrbares würde ich mir heute einen (übermotorisierten) fünftürigen Corsa D überlegen.

Heute muss ich doch ganz besonders Solidarität mit Opel zeigen. General Motors ist so gut wie Pleite und zieht Opel mit. Einen Schaden an Opel gilt es jedoch zu verhindern.

Nicht nur das Bochum ohne Opel-Werke endgültig zum Drecksloch verkommen würde, auch der volkswirtschaftliche Schaden wäre für Deutschland immens. Eine Pleite von Opel würde direkt mehrere 10000 Arbeitsplätze kosten und dann noch eine Größenordnung mehr in der Zuliefererindustrie. Opel ist für Deutschland “too big to fail”.

Also was tun? Die Diskussion geht in Richtung Staatsbeteilung bei Opel. Und die finde ich eine korrekte Sache.

Bei der Diskussion landet man schnell irgendwo beim Thema Enteignung (andere Geschichte…), volkseigener Betrieb und Tot der Marktwirtschaft. Doch ich stelle mir die Frage, warum der Staat (und damit wir) nicht einfach nach ganz normalen marktwirtschaftlichen Gesetzen ein Unternehmen wie Opel kaufen können. Es wäre momentan sogar schön billig. 
Die Bundesregierung sollte einfach zu GM gehen, Geld auf den Tisch legen und der größte Anteilseigner  bei Opel werden. Den für mich existiert ein Unterschied zwischen einen Staatsunternehmen und einen Unternehmen im Staatsbesitz.
Die erste Variante wird so eine träge Beamtenbude wie die Post/Telekom. Die zweite Variante kann ganz normal marktwirtschaftlich arbeiten und ist nur dafür verantwortlich, den Aktionären (das wäre dann wir alle) möglichst viel Ertrag zu bringen. Das wären zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt.

Läuft das Unternehmen mal nicht so gut und macht keinen Gewinn bringt es immer noch den Vorteil, seine Beschäftigen und die abhängigen Zulieferer zu normalen Steuerzahlern zu machen. Läuft das Unternehmen gut und will man es loswerden so bringt der Verkauf auch wieder Geld in die Staatskasse.

Also, wenn die Bundesregierung schon jetzt bereit ist irgendwelche doofe Banken mit Milliarden zu stützen dann kann sie dass auch mit Opel tun. Im Gegensatz zu den Banken sind es immer noch die Industrieunternehmen wie Opel die reale Werte schaffen. 

Gerade lese ich, dass GM hier in Alemania keine Werke schließen will. Zeigt eigentlich nur, dass Opel im Kontrast zu anderen Marken bei GM ein erhaltenswertes Unternehmen ist was man JETZT günstig kaufen sollte.

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Piraten blamieren die Ankläger – taz.de

von am 17.02.2009 um 23:22 unter Meinung

Das sieht ja recht positiv für die Leute von The Pirate Bay aus: 

Hälfte der “Pirate Bay”-Klage fallengelassen: Piraten blamieren die Ankläger – taz.de.

Das ist doch einfach traumhaft: sich in einen öffentlichen, weltweit beachteten Prozess  stellt sich einer der Angeklagten hin und erklärt, dass der Staatsanwalt ein völliger n00b ist. 

Offensichtlich kennt der Herr Jurist nicht den Unterschied zwischen Bereitstellen einer Datei zum Download und den bloßen Angabe, wo diese Datei zu finden sein könnte. Die Anklage wurde wohl auf massiven Druck der amerikanischen Musikindustrie durchgedrückt und unsauber oder mit den falschen Beratern vorbereitet.
So wie es aussieht kommen morgen die wirklich komplexen technischen Aspekte zu tragen, eine weitere Chance die Anklage noch weiter zusammen zu streichen.

Ich drücke The Pirate Bay die Daumen und hoffe auf einen Freispruch als Exempel für die Medienindustrie. Nachdem die sich dann in aller Öffentlichkeit eine blutige Nase geholt haben sollten die ihr Geschäftsmodell aus Klagen und Klagendrohungen gründlich überdenken.

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Der Bundesspähminister auf sueddeutsche.de

von am 16.02.2009 um 15:06 unter Allgemein, Meinung

Da bekommt der letzte Rolling Stone sein Fett weg:

Schäuble und Datenschutz – Der Bundesspähminister – Wirtschaft – sueddeutsche.de.

Und dass bei der sonst so konservativen Süddeutschen Zeitung.

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Zerbrechliche Notebooks

von am 15.02.2009 um 22:23 unter Photos

Zerbrechliche Notebooks

Das Display ist gebrochen und hat Luft gezogen. Der Rechner wurde auf einer Feier von einen herumfliegenden Gegenstand getroffen. Die Versicherung des Ungeschickten weigert sich zu zahlen.

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Eiszapfen

von am 14.02.2009 um 15:00 unter Photos

Eiszapfen

Draußen ist es immer noch kalt.

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Charles Darwin wird 200 – was hat es gebracht?

von am 14.02.2009 um 0:41 unter Allgemein

Vorgestern hätte Charles Darwin seinen 200sten Geburtstag gefeiert. Vor 150 Jahren hat er seine Theorien zur Entstehung der Arten publiziert. Seine Annahmen waren zu der Zeit revolutionär: alle Lebenwesen inklusive dem Menschen haben sich von einen gemeinsamen Vorfahren durch Evolution mittels Mutation und Auslese entwickelt. 
Auch wenn man in den letzten Jahren ein paar Feinjustierungen an der Evolutionstheorie vorgenommen hat: Darwin ist eigentlich anerkannt. Sollte man im Informationszeitalter meinen. 

Trotzdem laufen genügend Spinner rum die es nicht war haben wollen dass der Mensch auch nur ein Tier ist. Die Kreationisten glauben an die Schöpfung in 7 Tagen mit dem Mensch als Wesen von Gottes Hand. Die ziehen das richtig konsequent durch, bekommen in den USA die Genesis in die Lehrpläne und selbst hier auf’n Dorf fordern Biolehrer eine Gleichstellung der Bibel mit der Evolutionstheorie im Unterricht. Wird dann unlustig wenn anderen Menschen dadurch Religion aufgedrückt wird. Religionsfreiheit ist auch die Freiheit, sich das Zeug nicht zwangsweise anhören zu müssen.

Deswegen die Leserumfrage: 

Stammt der Mensch vom Affen ab?

  • Nein. Hat George W. Bush gesagt. Und er lügt ja nicht. (100%, 1 Votes)
  • Ja klar. Merkt man spätestens wenn man sich das Steißbein bricht. (0%, 0 Votes)
  • Alles Quatsch. Der Affe stammt vom Menschen ab! (0%, 0 Votes)

Total Voters: 1

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Orion ist aufgegangen

von am 14.02.2009 um 0:37 unter Photos

Orion ist aufgegangen

24mm auf digitalen Halbformat, 10 Sekunden bei ISO1600. Stativ.

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