Lukubrator

Rentnerknipse

von am 06.08.2011 um 21:27 unter nicht elektrisch, Photos

So jetzt ist es so weit. Ich werde älter. Ich hab mir eine Leica gekauft.

Es ist eine Leica M5 geworden. Ein gut erhaltenes und generalüberholtes Exemplar in schwarz. Der interne Belichtungsmesser ist schon auf 1,5 Volt justiert da die eigentlich vorgesehenen 1,35V Quecksilberzellen angeblich ganze Ökosysteme auslöschen.

Meine M5 ist eine der letzten die noch ab Werk mit zwei seitlichen Gurtösen ausgeliefert wurden. Das war damals in den 70ern eine Ungeheuerlichkeit seine Leica vertikal zu tragen. Daran erkannte man in der Nachbarschaft die subversiven Individuen und dies bedeutete für die Zielgruppe der Oberstudienräte die soziale Ächtung.
Wegen dem bösen Image (und des damit zusammenhängenden Preisniveaus) wollte ich unbedingt eine M5. Mit einer M6 läuft ja heute wieder jeder rum.

Als Objektive sammeln sich schon ein Biogon 35/2, ein Rokkor-M 90/4 a.k.a. Elmar-C und als Liebhaberstück ein Summicron 50 Type III Bj. 1969 in der Fototasche. Das Biogon würde als Normallinse auch gut auf eine M8 passen…

Kleiner Wermutstropfen: das zweite Verschlusstuch der M5 bleibt bei 1/2s hängen. Deswegen bekommt mein Brikett noch eine Justage auf Garantie und muss leider wieder auf Reise.

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Zurück ins Land der unbegrenzten Geschwindigkeit

von am 17.10.2010 um 14:38 unter Allgemein

Punkt 5 ging der Wecker für die Rückreise. Ich hatte nur 2 Stunden geschlafen weil ich Zeug zwischen Koffer und Handgepäck penibel sortiert habe. Wäre auf den Flughafen nicht so entspannt wenn ich ein Taschenmesser im Rucksack vergessen hätte.
Um 6 kam das Shuttle zum Flughafen und um 8:30 waren wir auf den Luftweg nach Chicago. Schreiben tue ich jetzt im Airbus 330 der Lufthansa auf dem Weg nach Düsseldorf. Endlich wieder ein Fahrzeug dessen Qualitätsanmutung und Geräuschkulisse nicht amerikanisch ist.
Habe immer noch Albträume vom Tourbus der uns die letzten 13 Tage transportiert hat. Neuer Van von Ford, V8 ohne Leistung, dazu passend antiker 4-Gang Automat, Sitzbänke ohne Seitenhalt und noch weniger Kopfstützen sowie klappernde Hartplastikverkleidungen überall.
Macht total Laune mit eher wenig ambitionierten 65 Meilen pro Stunde (105 km/h) über die Strassen zu eiern. Sehne mich wieder nach meinem Auto, der Autobahn und hoffe mein Geschwindigkeitsgefühl nicht verloren zu haben.

Flieger landet um 7:30 MEZ und ich freue mich sehr meine Familie zu sehen.

Für die Statistik: ich komme mit 45GB Bildern im RAW-Format zurück.

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San Francisco

von am 17.10.2010 um 12:31 unter Allgemein

In einen konspirativen Treffen beim Frühstück stimmte die Gruppe auf ein für jeden gleiches und den Leistungen des Guide entsprechend halbiertes Trinkgeld. Für nix tun gibt es halt nix.
Diesmal gab der Guide sich wenigstens etwas Mühe und zeigte uns SF innerhalb 2,5 Stunden um dann mit Trinkgeld und der Begründung zu verschwinden er hätte einen Termin. Gesehen habe ich immerhin Yerba Gardens, Chinatown und diesen obskuren Coit Tower.
Als der Kerl weg war ging es vom Coit Tower runter zum Hafen um ganz gediegen bei Hooters einen Burger zu essen. In dem Laden lohnt sich das Trinkgeld wenigstens.
Fahrt mit dem Cable Car musste auch sein, das ist Steampunk par excellence.
In der Liste der Postkartenmotive fehlte immer noch die Golden Gate Bridge bei Sonnenuntergang. Diesmal war die SF Bucht von Nebelwänden überzogen und die Brücke war darin verschwunden. Trotzdem stiegen wir auf ein Boot und ließen uns in der Bucht herumfahren. Die Bilder der Brücke halb im Nebel werden nach etwas Photoshop vielleicht sogar etwas besonderes.
Vor dem Abendessen schafften wir es sogar noch eine halbe Stunde nach Little Italy anzusehen. Und nein, ich habe da kein Geld gelassen.
Die komplette Gruppe traf sich zum Abschluss der Reise wieder in Fishermans Wharf zu einer Pizza. Insgesamt war die Gesellschaft prima und hat für mich zu einen positiven Eindruck der Reise geführt.

PS: Internetzugang ist auch in San Francisco nicht einfach zu bekommen. Entweder geht der AP irgendwie nicht oder wenn er geht WILL man ihn nicht benutzen. Fallen lauern hier überall. Die letzten beiden Posts habe ich heimlich in der Lobby des Marrioth Hotels abgesetzt.

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Mariposa Sequoia Bäume und Golden Gate Bridge

von am 17.10.2010 um 12:30 unter Allgemein

Früh morgens um 6 (und eine Stunde vor Eröffnung des Frühstückbuffets) verschwanden wir aus diesen Zeltdorf. Obwohl ich gestern mehr Aktivität als am jeden anderen Tag des Jahres entfaltet habe kam ich nur auf 3 Stunden Schlaf über Nacht. Weiss auch nicht.
Wir fuhren bis 7:30 die Straße im Yosemite nach Süden zu einer Stelle, an denen Mammutbäume gruppiert sind. Geplant war mit einer Tram bis zu den ganz dicken Bäumen zu fahren und dann 3 Stunden in Ruhe zum Bus zurück zu laufen = Fotos machen. Die Bahn fuhr jedoch erst um 9 und wir sollten da schon längst zurück sein. Intention des Guides war, uns möglichst früh am Tag in San Francisco loszuwerden. Das wir überhaupt die 1,5 Stunden bekommen haben war ein Resultat zäher Verhandlungen, der Fahrer wäre mit 20 Minuten zufriedener gewesen.
Die grossen Pflanzen habe ich mir auch eher angesehen als fotografiert, Bäume im Wald sind jetzt nicht so meine Motivwelt.
Um 16 Uhr waren wir im San Francisco und liefen über die Golden Gate Bridge. Schön lang, schön rot und schön windig. Fußweg darüber ist eine Sache von 45 Minuten. Am den Tag war die Luft der San Francisco Bay ausnahmsweise sehr klar und ohne Nebel, dass kommt nicht oft vor.
Hotel (Withcomb) ist eines der besseren und eine Offenbarung gegenüber dem Zeltschrott von gestern. Seinen eigenen Porzellansitz zu haben lernt man erst so zu schätzen.
Vor dem Hotel fuhr die historische Strassenbahnlinie bis zum kulinarisch sehr berühmten Fishermans Wharf am Hafen was die Gruppe nutzte um ein italienisches Restaurant aufzusuchen.
Für morgen hat unser Guide stolz verkündet ausnahmsweise seiner Jobbeschreibung nachzukommen und uns San Francisco zu zeigen. Nebenbei drückte er jedem eine leeren Umschlag in die Hand. Darin sollte die Pest dieses Landes landen, das obligatorische Trinkgeld.
Muss mich hier etwas aufregen dass hier jeder der nur einen Finger krum macht dafür einen “tip” haben will. Gehört halt zur Lohnstruktur des Arbeitsmarktes. Und glaubt mal ja nicht das 10% Tip reichen würden. Da heißt es sofort “to less, I want more”, 15 werden kommentarlos genommen und für 20 bekommt man mal auch ein Danke.
Wer meint Europa sei eine Servicewüste sollte sich mal das hier ansehen. Mir sind ehrlich maulende oder unfreundliche Leute lieber als jene, die nur deswegen lächeln und hilfreich sein wollen weil sie später an meine Kohle wollen. Finde das verlogen.
Daneben gibt es hier auch diejenigen, die aus Prinzip kein Trinkgeld wollen. Das sind jene, die es geschafft haben.
Wie auch immer, der Guide erhoffte sich Trinkgeld im dreistelligen Bereich. Von jedem.

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Wandern in Yosemite

von am 16.10.2010 um 5:31 unter Allgemein

Nacht habe ich irgendwie überstanden und zumindest ausgeschlafen. Man hört draussen die Frösche quaken.
In einer kleinen Dreiertruppen haben wir uns entschlossen, die zahlreich im Park vorhandenen Wasserfälle zu fotografieren und sind um 9 Uhr alleine losgezogen. Eine Wanderung führte mich auf den John Muir Trail zum Vernal Fall und zum Nevada Fall. Es ging um 700m steiniger Wanderweg nach oben, die Rundtour hatte 11km. Auf den ganzen Strecke hatte ich die volle Ausrüstung inklusive Stativ mitgeschleppt. Muss sagen, es war schon sehr anstrengend, doch ohne Zeug dabei hätte ich mich nur geärgert.
Nachdem ich irgendwie wieder unten war gab es noch die Yosemite Falls (vom Tal aus) und schöne Dinge wie den Halfdome im Abendlicht zu knipsen.
Insgesamt bin ich heute 21km gelaufen und habe 2L Wasser und 3 Blasenpflaster verbraucht.
Morgen geht es um 6 Uhr los, endlich komme ich aus diesen blöden Zeltdorf weg. Eigentlich sollten wir morgen bei den Mammutbäumen im Süden des Yosemite anhalten, so steht es auf den Plan. Bei unseren Tourguide weiß man jedoch nie, der Kerl hat die nervige Angewohnheit solche Änderungen nicht zu kommunizieren. Da kann es laut Plan heißen morgen wandern, man zieht sich entsprechend an und auf einmal fährt man mit dicken Socken bei 40 Grad zu einer Sightseeingtour nach Death Valley.





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Mono Lake, Bodie Ghost Town und Yosemite

von am 15.10.2010 um 10:26 unter Allgemein

Nach einem chaotischen Frühstück ging es zum Mono Lake. Da die Amerikaner für ihre Rasensprenger hier ordentlich Wasser absaugen ist der Wasserspiegel um 40 Meter gesunken und Ablagerungen im Form von Türmen treten zu Tage. Aufenthalt war viel zu kurz um einigermaßen alle wichtigen Ecken zu fotografieren.
Bodie ist eine Goldgräberstadt auf 2600m Höhe die Anfang des 20 Jahrhunderts spontan von ihren Einwohnern verlassen wurde. Wenn die Gebäude noch nicht verfallen sind sieht es aus wie im einen Western. Auch hier waren die 2 Stunden Aufenthalt viel zu wenig, obwohl ich schon mein Mittagessen gegen 30 Minuten Fotozeit zusätzlich geopfert habe.
Die Übernachtung sollte im Yosemite Park stattfinden, den wie durch den 3011 Meter hohen Tioga Pass anfuhren. Die gurkige Ford-Maschine des Tourbuses war kurz vorm auseinanderfallen.
Was nicht so überzeugend ist: Die Unterbringung im Yosemite Park. Wir sind in so dämlichen Zelthütten im sogenannten Curry Village abgestiegen. Ist jeweils ein 4×2,5m großes Zelt mit festen Holzrahmen und erhöhten Holzboden (so können sich darunter die Waschbären tummeln, kein Witz) und 4 Betten darin. Wir haben schon die Luxusvariante mit Elektroheizung. Ich wohne alleine in so einen Zelt.
Nervend ist, dass ich 200 Meter bis zur Dusche und zum Thron laufen darf. Gemeinschaftsbad hat den Scharm einer Autobahnraststätte und ist überhaupt nicht mein Ding.



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Death Valley

von am 12.10.2010 um 9:00 unter Allgemein

Nach dem Frühstück sind wir am 9 Uhr von Pahrump Richtung Death Valley gefahren. Temperaturen waren auch über Nacht sehr hoch, schätze 25 Grad. Das war eine gute Basis um die Temperaturen auf 38 Grad zu bringen.
Death Valley ist eine Ebene zwischen zwei Bergketten, die von 800 Meter auf -85 Meter abkippt. Sehenswürdigkeiten waren eine Geisterstadt, Zabrisce Point als Aussicht auf die Salzseen und Badwater als tiefsten Punkt der USA. Picknick war in der einzigen Oase der Gegend, Furnace Village.
Reise zum Hotel war durch die Vorläufer der Sierra Nevada auf bis zu 1550 Meter Höhe. Ich komme hier noch irgendwann mal hin und fahre die Serpentinen mit dem Mopped ab.
Hotel liegt in einen Skigebiet auf 2200m Höhe. Sind hier erst im 21:00 angekommen und bleiben nur bis Morgen früh.
Immerhin gibt es WLAN. Wenn ich im Yosemite Park bin werde ich mindestens 2 Tage offline sein.



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Grand Canyon und Fahrt zum Death Valley

von am 12.10.2010 um 8:51 unter Allgemein

Sonnenaufgang war wieder sehr schön und entschädigt für das frühe Aufstehen. Wobei das erstaunlich gut geht, liegt wohl noch an der Zeitumstellung. Bis 10:30 hatten wir danach wieder freie Zeit am Canyon zur Verfügung. Bin etwas entlang der Kante zum Hermits Rest gegangen, dass hatte den Vorteil dass Shuttles entlang der Strecke fuhren und man sich so den Rückweg sparte und trotzdem viel sah.
Diesmal gab es im Hotel essen und es ging weiter auf eine 600km Fahrt Richtung Death Valley. Die Fahrt war einfach nur lang und dauerte 7 Stunden. Wir fuhren wieder durch Las Vegas und konnten sogar den Hoover Damm überqueren was gut 2 Stunden sparte. Vor dem Damm wurden unsere Koffer kontrolliert, paranoides Volk hier.
Damm selbst ist gross, von der Breite kommt er mit jedoch nicht so gigantisch vor wie die Amerikaner behaupten. Muss ich mal mit der Ennepetalsperre vergleichen, signifikant kleiner ist die Staumauer auch nicht (EDIT: Hoover: 379,2 m Breite, BJ. 1937; Ennepetalsperre 320m, BJ. 1902 – von wegen es gibt auf der Welt nix vergleichbares).
Hotel erreichten wir im Dunkeln, ein Ort names Pahrump in Nevada. So wie alles im Ort war es ein Casino. Die Rezeption war irgendwo mitten zwischen Slotmaschines versteckt. Zimmer war OK, die anderen Gäste dafür total kaputt. Internetz war nix zu haben, deswegen die Verspätung bei den Posts.
Morgen geht s ins Death Valley.

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Flug über und Wanderung in den Grand Canyon

von am 12.10.2010 um 8:42 unter Allgemein

Morgens haben wir wirklich die Taxifahrt durchgezogen und es hat sich wirklich gelohnt. Bis 5:10 war es nicht sicher ob das Taxi überhaupt kommt, wie gesagt es ist wirklich das einzige Auto und Reservierungen am Vortag werden nicht angenommen.
Per Taxi ging es auch wieder zurück zum Hotel den um 9:10 war ein Hubschrauberflug über den Canyon angesagt. Das ist natürlich auch eine Sache die mal einmal gemacht haben sollte. Ist vom Gefühl ähnlich Motorradfahren. Ich hatte den langen Flug über 55 Minuten gebucht und er war viel zu schnell vorbei.
So ab 12 ging es mit Christian und Marianne den South Kaibab Trail in den Canyon runter. Eigentlich sollte der Höhenunterschied nur 300 Meter betragen, nach 350 habe ich dann aufgehört. Muss ja schließlich wieder hinauf und dass zur schattenfreien Mittagszeit. Christian ist etwas weiter gegangen, ich habe von einen Felsvorsprung ein paar Panoramas gemacht. Der Aufstieg hat gut 1:30 Stunden gedauert und hat meinen 2 Liter Wasservorrat verbraucht.
Abends dann beim Mexikaner gegessen und früh ins Bett. War natürlich müde und unser Guide hat uns angeboten, am nächsten Tag selbst um 5:30 zum Sonnenaufgang an der Abbruchkannte zu fahren.

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Monument Valley und Grand Canyon

von am 12.10.2010 um 8:10 unter Allgemein

In den letzten Tagen war ich abends etwas müde und konnte keine Postings schreiben, was dank der buggy WordPress Software auf dem iPhone auch lange dauern kann.
Am Freitag ging es auf jeden Fall ins Monument Valley zu einer Jeep-Tour. Sehr lustig auf der Ladefläche eines alten amerikanischen Pick-ups durch die Wüste zu heizen. Der Marlboro-Man war leider nicht da.
Nach einen recht stilvollen Picknick vor der Kulisse des Monument Valleys ging es weiter zum Grand Canyon, wo wir gerade pünktlich zum Sonnenuntergang kamen. Muss zugeben, es ist schon ein sehr grosses Loch im Boden. Die untergehende Sonne hat uns so gut gefallen, dass wir sich zum Aufgang am nächsten Tag wollten. Unser Guide wollte erst um 7:00 los, was eine Stunde zu spät ist. Also haben wir das einzige Taxi an der Südseite des Grand Canyons für 5:30 bestellt.




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